Sportinternat und Sporthalle

Entwurf

Der Neubau des Sportinternats mit Drei-Feld-Sporthalle für den LandesSportBund Niedersachsen e.V. in Hannover wurde vollständig im Passivhausstandard erstellt. Zudem wurde Wert darauf gelegt, ökologische Bau- und Dämmstoffe und innovative Gebäudetechnik einzusetzen. Das Projekt wird gefördert von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, proKlima - Der enercity Fonds und der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung. 

Das Gebäude bietet Platz für 75 Voll- und 60 Teilzeitplätze und erweitert das bestehende Sportinternat, dessen Kapazitäten zu gering geworden sind. Das Dach der Sporthalle ist als Freizeitbereich im Außenraum nutzbar.

Das Architektur- und TGA-Planungsbüro Grobe übernahm bei diesem Projekt die energetische Projektierung und Optimierung des Gebäudes im Passivhausstandard mit der Qualitätskontrolle sowie die TGA-Planung.

Bauherr

      

LandesSportBund Niedersachsen e.V.

Bauzeit

01/2009 - 08/2010

Architekten

Schumann & Reichert, Hannover

Energetische Kennwerte

Energiebezugsfläche 

  6.635 m² 

Umbautes Volumen 

35.997 m³

Hüllfläche

  9.377 m²

Fensterfläche

  1.200 m² 

A/Ve Verhältnis 

    0,26

 

Heizwärmebedarf (berechnet)

      13 kWh/(m²a)

Primärenergie-Kennwert (PHPP)

    104 kWh/(m²a)

Drucktest Ergebnis

    0,14 / h

Innovatives Gebäudekonzept

Die Innovation dieses Projektes besteht in der Kombination des Passivhausstandards mit der Umsetzung mit ökologischen Bau- und Dämmstoffen, innovativen Mess-, Steuerungs- und Regelungssystemen für die Anlagentechnik und Beleuchtung sowie dem Einsatz von Tageslichtlenksystemen (Lichttubes).

Anstelle von konventionellen Dämmstoffen wie z.B. Polystyrol wird bei diesem Gebäude Schaumglasschotter aus 98% Recyclingglas unter der Bodenplatte verwendet, die Außenwände wurden mit einem 30cm dicken Wärmedämmverbundsystem aus Mineralwolle-Lamellen gedämmt und die Dachdämmung besteht aus Mineralschaumplatten (im Mittel 35cm), die eine natureplus-Zertifizierung besitzen.

Das gesamte Gebäude wird über ein Rohrsystem (ursprünglich entwickelt zur Betonkernkühlung) belüftet, beheizt und gekühlt. Dies ist durch den geringen Heizwärmebedarf im Passivhaus möglich. In den drei Etagen des Sportinternats werden dabei drei unterschiedliche Systeme der Heizwärmezuführung realisiert. Diese werden im Betrieb sowohl messtechnisch erfasst (Raumluftqulität und -temperatur, Energieverbrauch) als auch die Akzeptanz durch Nutzerbefragungen ausgewertet. Hierdurch sollen unter vergleichbaren Randbedingungen wichtige Erkenntnisse für weitere Bauvorhaben im Passivhausstandard gewonnen werden.

Durch eine Baubegleitung mit Qualitätssicherung und ein Monitoring nach Fertigstellung werden die hohen Anforderungen an das Gebäude kontrolliert und optimiert.