Neubau einer Mensa in Gronau
Entwurf
Im Schuljahr 2009/2010 hat die KGS Gronau im Schulgebäude am Wildfang ihren Betrieb aufgenommen. Um auf die neuen Anforderungen mit Ganztagsbetrieb zu reagieren, wurde ergänzend zum Bestandsgebäude der Neubau einer Schulmensa realisiert.
Auf einer Bruttogrundfläche von ca. 530 m² entstand eine Mensa mit überdachter Außenterrasse. 150 Plätze sind im Speisesaal vorhanden, die beim geplanten Essensbetrieb in zwei Schichten bis zu 300 Essen pro Tag ermöglichen. Nach der Mittagszeit wird der Küchenbereich abgetrennt, so dass die Schüler den ca. 220 m² großen Speisesaal und die Terrasse als Freizeit- und Hausaufgabenbereich nutzen können. Große Fensterflächen orientieren sich für einen optimalen Außenraumbezug zu den umliegenden Freiflächen.
Das Architektur- und TGA-Planungsbüro Carsten Grobe übernahm bei diesem Projekt die Generalplanung mit allen Architektur- und TGA-Leistungen sowie die energetische Projektierung und Optimierung des Gebäudes mit Passivhauskomponenten und Qualitätskontrolle.
Bauherr | Landkreis Hildesheim |
Bauzeit | 04/2010 - 05/2011 |
Planung | Architektur- und TGA-Planungsbüro Grobe als Generalplaner |
Energetische Kennwerte
Gebäudehülle
Beim Neubau der Mensa wurden ausschließlich hoch wärmegedämmte Bauteile und effizienteste Komponenten der Gebäudetechnik geplant und realisiert. Die Gebäudehülle erhielt ein 26 cm dickes Wärmedämmverbundsystem (WLG 032), durchschnittlich 30 cm Dachdämmung aus Steinwolle mit Dachbegrünung, eine Kombination aus 30 cm Schaumglasschotter und 12 cm Estrichdämmung für die Bodenplatte sowie Fenster und Glasfassaden mit 3-Scheiben-Verglasung. Aufgrund der Gebäudekubatur (geringe Grundfläche, aber hohe Räume) wird der Passivhausstandard rechnerisch nicht ganz erreicht. Das Grundprinzip des Passivhausstandards wurde jedoch umgesetzt. Das vorliegende Konzept stellt dadurch ein Optimum an Wirtschaftlichkeit dar.
Gebäudetechnik
Durch den hochwertigen Dämmstandard kann bei der Mensa vollständig auf Heizkörper verzichtet werden. Es ist möglich, den größten Teil des Heizwärmebedarfs über eine Lüftungsanlage mit 85% Wärmerückgewinnung zu decken. Zusätzlich kann die Luft über einen Erdreichwärmetauscher im Sommer vorgekühlt und im Winter vorgewärmt werden. Der geringe Restwärmebedarf wird über eine Nahwärmeleitung aus der benachbarten Sporthalle bereitgestellt, da sich durch den geringen Heizwärmebedarf eine eigene Heizungsanlage in der Mensa nicht lohnt.









