Energetische Sanierung einer Schule

Planung

Schule vor der Sanierung
Bestandsgebäude vor der Sanierung

Das Gebäude einer Förderschule sollte wegen bestehender Mängel am Bau saniert werden. Der Aufwand zum Erreichen des Passivhausstandards war wegen des ungünstigen A/V-Verhältnisses zu hoch. Eine wirtschaftliche Untersuchung mehrerer Konzepte für Gebäudehülle und Haustechnik durch das Architekturbüro Grobe ergab jedoch, dass eine Sanierung mit hochwertigen energetischen Komponenten auch wirtschaftlich ist. 

Die Schule erhielt eine 20cm dicke Außenwand- und etwa 30cm dicke Dachdämmung, sowie im Kriechkeller eine 30cm dicke Schüttdämmung. Außerdem wurden neue Fenster mit 3-Scheiben-Verglasung und gedämmten Rahmen eingebaut.
Die Heizungs- und Warmwasserleitungen wurden vollständig erneuert und gedämmt, Heizkörper neu dimensioniert und installiert, sowie eine Heizungseinzelraumregelung installiert. Der vorhandene Wärmeerzeuger (BHKW) blieb bestehen, da er neben der Förderschule weitere benachbarte Liegenschaften mit versorgt.
Gleichzeitig wurde auch die Beleuchtung komplett gegen eine EIB-gesteuerte Anlage mit Präsenzmeldern, Dimmern und Zeitsteuerung ausgetauscht.

Das Architekturbüro Grobe übernahm bei diesem Bauvorhaben die Generalplanung, Ausschreibung und Bauleitung für alle Sanierungsmaßnahmen der Gebäudehülle, sowie der TGA-Gewerke Heizung und Sanitär.

Bauzeit

06/2008 - 10/2008

Energetische Kennwerte

Schule nach der Sanierung
Schule nach der Sanierung

Energiebezugsfläche

2.130 m²

Umbautes Volumen

8.707,5 m³

Fensterfläche

522,5 m²

Hüllfläche

6.069,2 m²

A/Ve Verhältnis

0,7

 

 

Endenergiebedarf Heizwärme
(Bestand, berechnet)

229 kWh/(m²a)

Endenergiebedarf Heizwärme
(nach der Sanierung, berechnet)

60,1 kWh/(m²a)

 

Verbrauchsdaten aus den ersten Heizperioden haben ergeben, dass der berechnete Energiebedarf für Heizwärme von 60 kWh/(m²a) noch unterschritten wird. Der tatsächliche durchschnittliche Verbrauch in den ersten beiden Jahren nach der Sanierung lag bei 40 - 50 kWh/(m²a).