Wiederaufbau und Erweiterung eines Bürogebäudes

Entwurf

Straßenansicht
Straßenansicht
Hofansicht
Hofansicht

Die zeitlose architektonische Gestalt dieses Bürogebäudes in Neuss ermöglicht es, einen innovativen und gleichzeitig preiswerten Typ von Verwaltungsbau zu realisieren. Das Ergebnis ist eine kommunikative Bürolandschaft, die auf einem Grundrisskonzept basiert, das frei ist von Stützwänden und Installationseinheiten. Je nach Bedarf können Großraum- oder Zellenbüros, Empfangsbereiche oder Ruhezonen individuell und flexibel mit geringem Investitionsaufwand gestaltet werden.

Ein nach oben offener großzügiger Eingangsbereich empfängt die Mitarbeiter und Besucher. Der in die Gebäudemitte platzierte Lichthof gewährleistet ideale Belichtungsverhältnisse und bietet eine Ruhezone für die Mitarbeiter. Ein behindertengerechter Aufzug bedient die Vertikalerschliessung. Ausreichende Parkplätze stehen zur Verfügung, eine rückwärtige Anlieferung mit Sattelschleppern mit Gebäudeumfahrt ist gesichert. 

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Energiekonzept

Grundriss Erdgeschoss

Eines der wichtigsten Merkmale des Bürogebäudes ist sein Energiekonzept. Das Gebäude soll im Passivhausstandard errichtet werden. Der Heizwärmebedarf des Bürogebäudes mit 3.500 m² Nutzfläche ist nicht höher als der eines durchschnittlichen Zweifamilienhauses. Mit seinem äußerst geringen Energiebedarf gehört das Gebäude zu den energiesparendsten Bürogebäuden Deutschlands.

Der geringe Energiebedarf wird dadurch erreicht, dass eine kompakte Gebäudeform mit hoher Wärmedämmung der Außenhülle und mit einer sehr effizienten Wärme- und Energiebereitstellung kombiniert wird. Gleichzeitig werden die passiven Energiegewinne über die Fenster in Form von Wärme und Licht steuerbar gemacht gesteigert.

Energetische Kennwerte

Treppenhaus
Treppenhaus

Energiebezugsfläche 

3.906 m²

Umbautes Volumen 

18.346 m³

Hüllfläche

5.682 m²

Fensterfläche

1.106 m²

A/Ve Verhältnis

0,31

 

Heizwärmebedarf (berechnet)

16 kWh/(m²a)

Primärenergie-Kennwert (PHPP)

111 kWh/(m²a)

Heizlast 

12,2 W/m²

Gebäudetechnik

Grundriss 1. Obergeschoss

Bestandteile der Technik sind eine tageslichtgesteuerte Beleuchtung mit Gebäudeleittechnik, Betonkerntemperierung und -aktivierung sowie eine computergesteuerte Zu- und Abluftanlage mit Wärmerückgewinnung. Eine Wärmepumpe bereitet das notwendige Temperaturniveau für Wärme wie Kälte auf. Der Einbau einer teuren und energieintensiven herkömmlichen Klimaanlage entfällt. Strom wird lediglich für die Antriebe der Wärmepumpen und Lüftungsanlage und der sowieso notwendigen Umwälzpumpen benötigt. Für die Kühlung und Beheizung des Gebäudes wird die Betonkerntemperierung genutzt. Diese beruht auf dem Prinzip der Flächenstrahlung. Dadurch bleiben die Temperaturen im Gebäude fast unverändert.