Neubau Grundschule Gronau als Plus-Energiehaus

Entwurf

Innenhof
Südansicht

Für die Samtgemeinde Gronau wurde im Zusammenhang mit der Sanierung der bestehenden KGS Gronau der Neubau einer dreizügigen Grundschule für etwa 336 Schüler realisiert. Es entstand ein zweigeschossiger, trapezförmiger Baukörper, der zum Teil unterkellert ist und einen Pausenhof umschließt, der sich im Erdgeschoss nach Süden öffnet. Auf einer Nutzfläche von 2.953 m² sind allgemeine Unterrichtsräume, Gruppenräume, Fachunterrichtsräume für Kunst, Werken, Musik und Informatik, die Verwaltung, ein Ganztagsbetreuungsbereich, eine Mensa sowie alle erforderlichen Nebenräume untergebracht.

Das Architektur- und TGA-Planungsbüro Grobe übernahm bei diesem Projekt die Generalplanung sowie die energetische Projektierung und Optimierung des Gebäudes.

Bauherr

   

Samtgemeinde Gronau

Bauzeit

08/2010 - 04/2012

Planung

          

Architektur- und TGA-Planungsbüro Grobe
als Generalplaner

Energetische Kennwerte

Klassenraum

Energiebezugsfläche

  2.953 m²

Umbautes Volumen

18.002 m³

Hüllfläche

  6.668 m²

Fensterfläche

     907 m²

A/V Verhältnis

    0,37

 

Heizwärmebedarf (berechnet)

15 kWh/(m²a)

Primärenergie-Kennwert (PHPP)          

97 kWh/(m²a)

Heizlast

14 W/m²

Drucktest Ergebnis

0,4 h-1

Gebäudehülle

Photovoltaik-Indachanlage

Der Neubau der Grundschule Gronau wurde als Plus-Energiehaus umgesetzt. Die wärmegedämmte Außenfassade wurde teilweise mit Holzlamellen und Fassadentafeln verkleidet. Die Bodenplatte erhielt aufgrund des hohen Grundwasserpegels im Kellerbereich eine XPS-Dämmung, darüber hinaus wurden Schaumglasschotter unterhalb des Erdgeschosses sowie Estrichdämmung eingesetzt. Für das flach geneigte Pultdach aus Brespa-Fertigteildecken wurden eine Einblas-Wärmedämmung und ein innovatives Photovoltaik-Indachsystem geplant.

Die Photovoltaikanlage wurde vollständig in die Gebäudehülle integriert und ersetzt damit die konventionelle Dacheindeckung. Auf einer Fläche von rund 1.700m² finden 1.639 schwarze Dünnschichtmodule Platz. Mit einer Nennleistung von 172,1 kW wird die PV-Anlage jährlich mehr Energie produzieren, als die Schule benötigt. Damit wird die Schule (primärenergetisch) zu einem Plus-Energiegebäude.

  

Gebäudetechnik

Lüftungsanlage

Die hocheffiziente Gebäudetechnik wird geprägt durch eine CO2-gesteuerte Be- und Entlüftungsanlage und einen solegeführten Erdreichwärmetauscher über den die einströmende Frischluft vorgewärmt oder gekühlt werden kann.