Wirtschaftlichkeitsberechnung - Grundlagen

In den zu vergleichenden Varianten einer Wirtschaftlichkeitsberechnung werden die investiven Maßnahmen unter Berücksichtigung von Zins- und Zinseszinseffekten, Preissteigerungen und Nebenkosten nach betriebswirtschaftlichen Rechenmethoden betrachtet.

Den tatsächlichen Kostenvergleich erhält man nicht nur aufgrund der Anschaffungskosten. Bei einer Wirtschaftlichkeitsberechnung muss eine Vielzahl von Faktoren betrachtet werden, um zu einem plausiblen Gesamtergebnis zu kommen. 

Folgende Randparameter sollten bei einer Wirtschaftlichkeitsberechnung Berücksichtigung finden:

  • Betrachtungszeitraum
  • Beschaffungskosten der Baukomponenten (Bauteile, Technik etc.)
  • Haltbarkeit der Baukomponenten (Lebensdauer Bauteile, Technik)
  • Nebenkosten (Wartung und Grundgebühren)
  • Energiekosten
  • Hilfsenergien für den Betrieb
  • Energiepreissteigerungen
  • Finanzierungskosten mit Zinsen und Tilgung
  • Fördermittel des Bundes, des Landes und der Kommunen
  • Guthaben- und Schuldverzinsung

Berechnungsverfahren

Die Berechnungsmethode des Energiekostenberaters zeigt den absoluten Kostenverlauf für Zinsen/Tilgung an das Kreditinstitut und den Energie- und Nebenkostenverlauf auf.

Die Wirtschaftlichkeitsberechnung zeigt die Gesamtkosten, die unter Berücksichtigung von Anschaffungskosten, Reinvestitionen aufgrund der Haltbarkeit von Komponenten, der Finanzierungskosten mit marktüblichen Zinsen unter Verrechnung von Förderprogrammen, Neben- und Energiekosten entstehen. Zudem kann ein Restwert zum Ende des Betrachtungszeitraums ausgegeben werden, der aus der Haltbarkeit der Komponenten ermittelt wird. Von großem Interesse ist für den Betrachter natürlich auch der Zeitpunkt, bei dem der entstehende Kostenverlauf das erste Mal die ‚Nulllinie’ mit negativer Steigung schneidet. Hier ist vom Amortisationszeitpunkt die Rede. Deutlicher wird in dieser Darstellung auch der tatsächliche Ertrag einer Variante gegenüber der Alternative und somit die eindeutigen Verhältnisse zwischen Anschaffungsmehrkosten und Kostenendzustand über die Betrachtungszeit.

Ergebnis sind Aussagen zu den relativen und absoluten Investitionskosten, laufenden Kosten, Renditen und Mehr- oder Minderaufwendungen und der Amortisationsdauer.

Berechnungsprogramme

Eine komplette Wirtschaftlichkeitsberechnung unter Berücksichtigung aller Einflussfaktoren lässt sich innerhalb eines vertretbaren Zeitrahmens nur mithilfe einer geeigneten Berechnungssoftware erstellen.

Softwareprogramme wie der Energiekostenberater (EKB), die speziell für Architekten, Ingenieure und Energieberater sowie Bauträger, Bauherren und Investoren entwickelt wurden, ermöglichen den wirtschaftlichen Vergleich kompletter Gebäude oder auch einzelner Baukomponenten. Mehr Informationen zum Energiekostenberater finden Sie auf den folgenden Seiten.

Wirtschaftlichkeitssoftware EKB