Dynamische Gebäudesimulation
Mit geeigneter Software können Gebäude und deren thermisches Verhalten in einem komplexen dynamischen Rechenmodell (Gebäudesimulation) abgebildet werden. Dabei werden Gebäudehülle, Wärmegewinne, Wärmeverteilung, Lüftung unter äußeren (Witterung) und inneren Einflüssen (Nutzerverhalten, interne Lasten) betrachtet. Als Ergebnis erhält man wichtige Werte hinsichtlich der Behaglichkeit wie Lufttemperatur, Strahlungstemperatur und Luftqualität. Bilanzierungsmethoden errechnen den Nutzenergiebedarf für Heizen, Kühlen und mechanische Lüftung.
Die Anlagensimulation berechnet anlagentechnische Elemente wie Wärmeerzeuger, Wärmeübertrager, Energieverteilung, Ventilation und Regelungskreise. Als Ergebnis erhält man unter anderem den End- und Primärenergieverbrauch des Gebäudes – als Lastgang, als Monats- und Jahresbilanz.
Die Simulationsberechnung erlaubt eine wesentlich zuverlässigere Berechnung des Energiebedarfs von Gebäuden als durch einfache Bilanzierungsmethoden (DIN V 18599, DIN 4108-6, EnEV). Zusätzlich werden detaillierte Aussagen hinsichtlich Behaglichkeit, Anlagendimensionierung (Heizen, Kühlen, Lüften) und Deckungsgrad verschiedener Energieerzeuger ermöglicht.
Die von uns eingesetzte Software IDA ICE (Indoor Climate an Energy) der Firma EQUA Simulation AB vereint Gebäudesimulation und Anlagensimulation und bietet umfangreiche Auswertungsmethoden. Das Gebäude kann in eine Anzahl von Zonen mit spezifischen Eigenschaften (Nutzung, technische Ausstattung, Exposition) aufgeteilt werden. Die Zeitschrittweite der internen Berechnung wird automatisch der aktuellen Dynamik der Einflüsse angepasst.
| Gebäudesimulation: Das Gebäude, Nachbargebäude und andere verschattende Objekte werden auf Basis von 3d-CAD-Daten importiert. Die weitgehend dreidimensionale Modellierung erlaubt genaue Verschattungsberechnungen und im Ansatz auch Tageslichtsimulation. Ein Standardmodell des Gebäudes liefert schnell bereits gute Ergebnisse, z.B. in der Entwurfsphase. Die Gebäudesimulation leistet insbesondere die folgenden Punkte:
Anlagensimulation: Die Anlagensimulation ist direkt mit der Gebäudesimulation gekoppelt und erlaubt die Modellierung von
Die genannten Funktionen lassen sich standardmäßig nutzen. Es besteht zusätzlich die Möglichkeit, die Standardmodule zu modifizieren oder spezifische eigene Module zu entwickeln. Das Modell lässt sich so je nach Anspruch an die Genauigkeit und nach Stand des Planungsvorgangs präzisieren und in verschiedene Varianten entwickeln. |
Gerne sind wir bereit, durch einen festangestellten Physiker aus Forschung und Entwicklung eine dynamische Simulation für Sie durchzuführen!









