Wärmedämmung von Passivhäusern

Für die Energieeffizienz von Passivhäuser ist ein sehr guter Wärmeschutz besonders wichtig. Alle Außenbauteile, d.h. Wände, Dach und unterste Geschossdecke bzw. Kellerboden sollten einen Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Wert) von unter 0,15 W/(m²K) besitzen. Abhängig von der Qualität des Dämmstoffs ergeben sich Dämmstoffdicken zwischen 25 und 40 cm. Alle Bauweisen (Massiv, Holz, Stahl etc.) können mit hochgedämmten Gebäudehüllen ausgeführt werden.

Reduktion der Wärmeverluste

Die verbesserte Wärmedämmung von Passivhäusern reduziert die Wärmeverluste und führt zu höheren Temperaturen der Innenoberflächen im Winter und zu niedrigeren im Sommer. Sie unterscheiden sich kaum von der Raumtemperatur. So entsteht ein angenehm gleichmäßiges Raumklima ohne kalte Ecken, auch die Anfälligkeit für Tauwasser sinkt. Die gute Dämmung schützt nicht nur vor Kälte, sondern auch vor Wärme. Erhöhte Temperaturen im Sommer können abgemindert werden.

Dämmstoffe

Für den Bau eines Passivhauses können alle marktüblichen Dämmstoffe verwendet werden. Innovative Wärmedämmstoffe sind z.B. XPS-Dämm-Granulat, Vakuumisolationspaneele und Schaumglasschotter.

Vakuumisolationspaneele
Vakuumisolationspaneele

Vakuumisolationspaneele (VIP)

Vakuumisolationspaneele eignen sich hervorragend bei allen Bauteilen des Neu- und Altbaus, bei denen aus konstruktiven oder gestalterischen Gründen keine großen Dämmstoffstärken möglich sind.

Mit einer Vakuumdämmung wird eine 8-10 fach bessere Wärmedämmwirkung als mit herkömmlichen Dämmstoffen (Mineralwolle oder Polysterol) erreicht. Die Paneele haben eine sehr geringe Einbaudicke von 10 bis 40 mm. Der Vakuumkern kann ein- bzw. zweiseitig mit einer Gummigranulat-Matte beklebt sein, sodass die Paneele hervorragend geschützt im Fußbodenbereich unter dem Estrich oder auf Dachterrassen und Balkonen eingebaut werden können.

 

Schaumglasschotter
Schaumglasschotter

Schaumglasschotter

Schaumglasschotter, eine umweltverträgliche Perimeterdämmung, wird in einem speziellen Verfahren aus 98% Recyclingglas und 2% rein mineralischen Zuschlagstoffen hergestellt. Es entsteht ein Schaumglasschotter mit hervorragenden konstruktiven und bauphysikalischen Eigenschaften.

Schaumglasschotter kommt als thermische Dämmung zum Einsatz, sowohl im Fundamentbereich wie auch auf dem Bauwerk. Er ist dauerhaft, nicht brennbar, frostunempfindlich  und kann bei entsprechender Verdichtung Druckkräfte aufnehmen. Dabei ist Schaumglasschotter nicht nur dämmend, sondern ersetzt auch die Sauberkeits- und die kapillarbrechende Schicht.
Als Leichtschüttung mit hervorragenden Festigkeitswerten ist Schaumglasschotter das ideale Schüttmaterial. Er lässt dem Planer viel Freiraum bei der Ausführung und Gestaltung.

Die Tragfähigkeit eines unstabilen Untergrundes kann mit Schaumglasschotter wesentlich verbessert werden. Schaumglasschotter ersetzt hier zum Beispiel aufwendige Pfahlgündungen.