Luftdichtheit - Der Blower-Door-Test

Das Gebäude bzw. die Gebäudehülle ist wind- und luftdicht zu erstellen, damit die Lüftungswärmeverluste so gering wie möglich gehalten werden können. Eine Komfort-Lüftungsanlage mit Wärmetauscher sorgt für ausreichend Frischluft. Die verbesserte Luftdichtheit vermeidet vor allem Bauschäden, spart Energie und erhöht den Wohnkomfort.

Die Wärmerückgewinnung aus der verbrauchten Luft durch die Lüftungsanlage ist im Passivhaus unverzichtbar. Daher muss durch eine sehr gute Luftdichtheit der Gebäudehülle gewährleistet werden, dass nur ein geringer Teil des Luftwechsels unkontrollierbar über Fugen in der Gebäudehülle erfolgt (Infiltrationsluftwechsel).

Blower-Door-Messung
Blower-Door-Messung

Blower-Door-Messung

Die Gebäudedichtheit wird über einen Drucktest kontrolliert. Bei dem so genannten Blower-Door-Test sollte bei einem Unter- und Überdruck von 50 Pa bei Passivhäusern eine Luftwechselrate n50 < 0,60/h (0,6 facher Luftwechsel pro Stunde) erreicht werden.
Bei dem Test wird die verbleibende Gesamtleckage gemessen. Noch bestehende Undichtheiten können aufgespürt und nachgedichtet werden.

Im Massivbau ist die Luftdichtheit einfach zu erreichen, hier stellt der Innenputz die luftdichte Ebene dar. Im Leichtbau wird sie durch den Einsatz geeigneter Folien oder Holzwerkstoffplatten, die entsprechend verklebt werden müssen, gewährleistet.

[siehe auch Blower-Door-Messung]