Klimawandel
Ökologie und Ökonomie - ein Widerspruch? Keinesfalls! Es gibt mittlerweile technisch ausgereifte Konzepte, die sowohl zweifelsfrei die Umwelt schonen als auch wirtschaftlich betrieben werden können. Die Erschließung der enormen Einsparpotentiale im Hochbau ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Der Treibhauseffekt und die Energiekostenexplosion sind, gerade nach den jährlich zunehmenden Naturkatastrophen, für jeden einzelnen von uns unmittelbar spürbar.
Die reiche Minderheit, 1/6 der Weltbevölkerung, beansprucht annähernd den gesamten Energie- und Rohstoffverbrauch für sich und trägt am meisten zum Treibhauseffekt bei. Für die westlichen Industrienationen bedeutet dies eine große Herausforderung sowohl als Vorreiterrolle als auch im Hinblick auf den Klima- und Ressourcenschutz.
Die obere Grafik zeigt das Szenario des Weltenergieverbrauchs bis zum Jahr 2090. Hierauf ist zu erkennen, dass die möglichen Fördermengen der endlichen Ressourcen wie Kernkraft, Ergas, Erdöl und Kohle ab dem Jahr 2015–2020 im Verhältnis zum Verbrauch erstmalig den Scheitelpunkt überschreiten. Das heißt, durch den weiterhin schnell ansteigenden Verbrauch von Ländern wie China und Indien wird es nicht mehr möglich sein, den Weltenergiebedarf durch traditionelle Energieressourcen zu decken.
Steigende Energiekosten
Der Verbrauch steigt, aber die bisherigen Anlagen für die Förderung von Erdgas, Erdöl, Kohle oder Uran können nicht weiter erhöht werden. Ab 2012 wird eine Verknappung in der Förderung der traditionellen Energieressourcen stattfinden. Erstmals kann dann die Nachfrage nicht gedeckt werden und resultierend daraus sagen führende Wissenschaftler ab 2012–2015 einen massiven Anstieg der Energiekosten voraus, basierend auf Angebot und Nachfrage.
Die Energiepreissteigerung kann auch anhand der unteren Grafik nachvollzogen werden, die die Entwicklung des Rohölpreises zeigt, von dem der Energiepreis direkt abhängt. Betrachtet man die Grafik bereinigt von den negativen und positiven Spitzen, erhält man für den Zeitraum zwischen 1970 und 2008 eine durchschnittliche Energiepreissteigerung von jährlich etwa 12,2%. Es ist außerdem schon zu erkennen, dass es in den letzten Jahren keinen gradlinigen Verlauf, sondern einen überdurchschnittlichen Anstieg der Energiepreise gab, der somit hauptverantwortlich für die hohe durchschnittliche Energiepreissteigerung ist.
Die einzige Möglichkeit den steigenden Energiebedarf auch weiterhin zu decken sind die regenerativen Energien sowie die in der oberen Grafik grün dargestellten erheblichen Energieeinsparungen.
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